Radjugendtour Oststeiermark 2017

Holländischer Triumpf in der Oststeiermark

Casper van Uden holt sich den Gesamtsieg bei der 32. Int. Radjugendtour Oststeiermark. Die Österreicher blieben leider ohne zählbares Resultat.

Vom 23. bis 27. August radelten 118 junge Rennfahrer aus 16 Nationen beim größten internationalen Etappenrennen für die U17-Nachwuchsklasse bei der 32. Int. Radjugendtour Oststeiermark. Das fünftägige Rennen führt im oststeirischen Hügelland über 300 Kilometer und ist mit zahlreichen anspruchsvollen Steigungen und insgesamt 3.200 Höhenmeter gespickt.

Zum Auftakt gab es einen 8,2 km langen Prolog zwischen Bad Blumau und Bad Waltersdorf, welcher als Mannschaftszeitfahren ausgetragen wurde.

Ergebnis des Auftaktprologs: 1. Deutschland, 10:13,5 min., 2.Douterloigne (B) + 17,2 sec., 3.Aargau Regional (Sz), +20,1 sec. ……. 8. Österreich, +46,3 sec., 15. Österreich Regional, + 1:06,7 min, 18. Österreich MZB-Mix, + 1:48,4 min. 

Bereits bei der 1. Etappe von Fürstenfeld nach Stubenberg dominierte Casper van Uden und sicherte sich nicht nur das grüne Führungstrikot sondern auch die Trikots für die Berg- und Punktewertung. Als „aktivster heimischer Fahrer“ wurde Nikolas Riegler nach mehreren Stürzen und jeweils erfolgreicher Aufholjagd mit dem roten Trikot belohnt.

Ergebnis der 1. Etappe, Fürstenfeld- Stubenberg (75 km, Schnitt 41,2 km/h): 1. Casper van Uden, (Niederlande) 1:49:11 Std, 2. Tom Lindner (Deutschland), + 6 sec. 3. David Sikora (Slowakei), + 17 sec, …….. 21. Max Schmidbauer, + 59 sec, …. 31. Nikolas Riegler, 33. Max Kabas (alle Österreich), beide +1:34 min.

Der Vorjahresdritte Casper van Uden gewann auch die 2. Etappe von Pöllau nach Vorau. Auch an Tag zwei sicherte sich der Holländer alle drei möglichen Führungstrikots und gleichzeitig seinen vierzehnten Saisonsieg. Zum „aktivsten heimischen Fahrer“ wurde Max Schmidbauer gewählt, der bei mehreren Sprintwertungen und Ausreißversuchen im Vorderfeld zu finden war.

Ergebnis der 2. Etappe Pöllau – Vorau (70 km, Schnitt 39,7 km/h): 1. Casper van Uden, (Niederlande) 1:44:41 Std., 2.Arno Waeyaert (Belgien), 3. Michel Heßmann (Deutschland), …… 16.Max Kabas, + 36 sec., …. 24. Nikolas Riegler (beide Österreich), + 36 sec. 

In der Königsetappe von Weiz nach Miesenbach dominierte der Luxemburger Landesmeister Jang Leyder, jedoch konnte der Holländer Casper van Uden mit dem achten Tagesrang das grüne Führungstrikot verteidigen. Das wechselnde Wetter, von Sonne bis Regen, stellte das Rennen auf den Kopf und brachte auch einige Stürze zu Tage. 

Ergebnis der 3. Etappe, Weiz – Miesenbach: (59 km, Schnitt 38,3 km/h):1. Jang Leyder (Luxemburg), 1:32:57 Std., 2.Michel Heßmann (Deutschland), 3.David Sikora (Slowakei), …. 8. Casper van Uden (Niederlande), + 4 sec., ……. 21. Nikolas Riegler, + 16 sec., 23. Max Kabas (beide Österreich), + 23 sec., 

Auf der Schlussetappe von Passail nach Bad Waltersdorf ließ der Holländer Casper van Uden nichts mehr anbrennen  und so holte sich der 16 jährige Rotterdamer den Gesamtsieg. Der Tagessieg ging allerdings an den Deutschen Henri Uhlig. Österreichs Nachwuchsfahrer schafften auch zum Abschluss nicht den angestrebten Top-Ten-Platz.

Ergebnis der 4.Etappe: Passail – Bad Waltersdorf ( 84 km, Schnitt 45,7 km/h): 1. Henri Uhlig (Deutschland), 1:54:06, 2.Loic Bettendorf (Lux), 3. Axel Moureau (Schweden), …….. 21. Nikolas Riegler (Ö), + 33 sec, …24. Casper van Uden, (Niederlande), + 39 sec,….. 27. Maximilian Kabas + 44 sec, …. 31. Tim Wafler (beide Österreich), + 44 sec.

Sensationell ist die Gesamtleistung von Casper van Uden, denn dieser neben der Einzel- auch die Berg- und Punktewertung und feiert nebenher zwei Etappensiege. Dabei war er nicht etwa mit der holländischen Nationalauswahl unterwegs, sondern fährt heuer für ein belgisches Regionalteam. Sein Talent war den Fachleuten schon im Vorjahr aufgefallen, da hatte er als gerade 15Jähriger diese Jugendtour auf Rang drei beendet. Einen starken Eindruck hinterließ auch das Deutsche Nationalteam, das den Prolog und die Schlussetappe gewinnen konnte und drei Mann in der Gesamtwertung in die Top Ten brachte. Dem österreichischen Nachwuchs, heuer durch drei Sechsermannschaften vertreten, wurden durch die europaweit starke Konkurrenz die Grenzen teilweise doch aufgezeigt. U 17-Bundestrainer Richard Kachlmaier: „Von einem erhofften Podestplatz in der Tageswertung waren wir doch weit weg. Aber ich denke, dass jene Fahrer, die auch nächstes Jahr hier starten dürfen, sich weiterentwickeln werden.“ Konkret gemeint sind hier Tim Wafler, Paul Buschek (beide W), Stefan Marbler (K) und Bernhard Lube (ST).

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